Nach all dem bisher Gesagten mag das überraschen, aber der Autor ist der Meinung, dass Wirtschaft die Fundamentalwissenschaft überhaupt ist und weitgehend unterschätzt wird.

Es ist auch der Meinung, dass man im Schulbetrieb die Politik in die Wirtschaft integrieren sollte und nicht die Wirtschaft in die Politik. Was man also bräuchte ist ein Fach Wirtschaft anstatt eines Faches Politik.

Er ist auch der Meinung, dass im Geschichtsunterricht weniger die Könige runtergebetet werden sollten, sondern die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Konflikte zu behandeln sind, die so manchen König seinen Kopf gekostet haben.

Wer das jetzt nicht sieht, dem kann man es plastisch erklären. Ob die unterschiedlichen Ansichten über die wirtschaftliche Entwicklung bzw. die optimale wirtschaftliche Verfassung nur die Maske war, unter der brünstigere Triebe und Motive tobten oder der eigentliche Konflikt kann man dahin gestellt sein lassen, aber zumindest offiziell war man noch vor 25 Jahren bereit, die Welt auszulöschen, um das eine oder andere Wirtschaftssystem zu verteidigen.


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2.1 Das Problem: It's all about economics

Präliminarien
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Ob hier die unterschiedlichen Auffassungen über die ideale Wirtschaft lediglich der vorgeschobene Grund war oder der eigentliche Grund, kann man vernachlässigen.

Auch wenn wir davon ausgehen, siehe Karl Popper, dass sich Ideologien eben gerade nicht durch Inhalte auszeichnen, die Analyse Poppers also weitgehend ins Leere läuft, macht es trotzdem Sinn, die logische Kohärenz wirtschaftlicher Systeme zu analysieren, denn immerhin wurden die Wirtschaftswissenschaften ganz offensichtlich missbraucht.

Der Autor hat bereits erklärt, dass er den Begriff Kapitalismus für Schwachsinn hält, wobei verwunderlich ist, dass der Kampfbegriff auch von den Vertretern der gegenteiligen Strömung verwendet wird, bis auf den heutigen Tag.

Der Begriff Kapitalismus wird auch dann verwendet, wenn man eigentlich freie Marktwirtschaft meint. Milton Friedman taufte sein Werk 'Capitalism and Freedom', obwohl das Buch lediglich den Markt als allein selig machenden Steuerungsmechanismus feiert. Wir konzedieren aber, dass 'Capitalism and Freedom' besser tönt als 'The advantages of the free market' oder irgendwas in der Art und man will seine Bücher ja auch verkaufen. Die Emotionalisierung einer Debatte ist durchaus verkaufsfördernd, was nicht unbedingt bedeutet, dass sie auch dem Erkenntnisfortschritt dienlich ist.

Allerdings ist zu vermuten, dass man besser mehr Hirnschmalz in die Markierung des Korridors, in dem die Wahrheit liegt, hätte verwenden können, als in die Gerätschaften investiert wurde, die die Menschheit ausgelöscht hätten.

Das auf jeden Fall, darauf kann man sich einigen, war ziemlich unökonomisch, sozusagen eine Fehlallokation der Mittel gigantischen Ausmaßes.

Wir haben des Weiteren das Problem, dass in der ehemaligen DDR "Professoren" quasi 50 Jahre lang reinen, puren Mist erzählt haben und es dann Diplom Ökonomen gab, die diesen Schwachsinn fröhlich nachplapperten. Da der Autor schon Professoren der Humbold Uni aus seligen DDR Zeiten unterrichtet hat, kann er sagen, dass das eine sehr traurige Angelegenheit war. Die Rezeption von Karl Marx in der DDR ist ein hübsches Beispiel, wie sich Ideologien festsetzen und verhärten. Die Frage ist, die eigentliche spannende Frage, ob die Verhältnisse heute systemisch wirklich völlig verschieden sind. Näheres siehe Karl Marx.

Sollten wir heute noch Volkswirtschaftler haben, die sinnfrei irgendwelche Modelle wiederkäuen und die Existenz der Realität schlicht verneinen, dann haben wir schon Anlass, über die Vernunft in ihrer instrumentellen Version und den homo oeconomicus in seiner Form als Professor für Marxismus-Leninismus, intensiver nachzudenken. Der homo oeconomicus ist uns nämlich nur innerhalb der marktwirtschaftlichen Ordnung sympathisch, da erfüllt er seinen Zweck.

Waltet der homo oeconomicus aber als Oportunist und Weichei überall seinen Amtes dann ist er eben gerade nicht mehr rational, sondern schlicht reichlich dämlich. Die Fiktion des homo oeconomicus ist dann sinnvoll, wenn er Knappheitsignale registriert und Knappheit beseitigt. Wo der Markt aber keine Knappheitsignale aussendet bzw. es gar keinen Markt gibt, kann er auch nicht sinnvoll agieren. Seine Interessen und die gesamtwirtschaftlichen Interessen driften dann auseinander.

Der homo oeconomicus ist auch kein Mensch. Es ist lediglich eine Funktion, die ein Mensch ausfüllt. Er mag in der Theorie seinen Nutzen maximieren, allerdings sind seine Bedürfnisse in der Neoklassik, siehe Vilfredo Pareto, so eingeschränkt, dass sie sich auf die rein quantitative Ausdehnung von Primärbedürfnissen beschränken. Der homo oeconomicus reagiert eher im Sinne des Behaviorismus auf einen Anreiz, als dass er seinen Nutzen optimiert. Er wird von daher immer fetter, zumindest im theoretischen Modell, fährt sinnfrei und ziellos durch die Gegend und wirkt überhaupt wie bestellt und nicht abgeholt. Seine Rationalität ist die einer Kuh. Er rennt da hin, wo er fettes Gras sieht und einer Kuh was vom Sternenhimmel zu erzählen, ist so sinnfrei, wie dem homo oeconomicus etwas über abstrakte Malerei zu erklären.

Der homo oeconomicus hat nicht nur eine sehr spezielle Vernunft, eine instrumentelle eben, sondern er wird auch leicht selbst Instrument. Egal ob in einer Planwirtschaft oder Marktwirtschaft, der homo oeconomicus marschiert und schießt und wenn er auf der einen Seite nicht mehr marschieren und schießen darf, dann schießt er auf der anderen Seite. Auf eine spezielle Art, ist der homo oeconomicus abgründig und ein interessantes Studienobjekt für Psychologen. Vor allem, weil es ihn millionenfach gibt. Wir lassen also den homo oeconomicus da, wo er hingehört, in der marktwirtschaftlichen Ordnung. Zwar reagiert er dort nur nach dem Schema stimulus <=> response Modell des Behaviorismus, aber zumindest tut er dort noch etwas halbwegs Sinnvolles.

Er ist Akteur in der marktwirtschaftlichen Ordnung, siehe homo oeconomicus. Da erfüllt er seinen Zweck. Außerhalb dieser Ordnung ist er ein hochspannendes Studienobjekt für die Psychologie. Und er ist es wert, dass man ihm eine hohe Aufmerksamkeit zukommen lässt. Denn völlig neutralisierte Individuen, die innerhalb ihrer eigeschränkten Welt ihren Nutzen maximieren, hat man auch schon der Banalität des Bösen zugerechnet. Sie sind, außerhalb der marktwirtschaftlichen Ordnung, wo sie eine genau definierte Rolle spielen, die Pest der Menschheit. Schlimmer als Typhus, Krebs und Cholera zusammen.

Was wir sagen wollen: Marktradikale schätzen die Funktion des homo oeconomicus in der marktwirtschaftlichen Ordnung. Ohne den homo oeconomicus, der auf Knappheitssignale reagiert und diese eliminiert, gibt es keine marktwirtschaftliche Ordnung. Die Eliminierung desselben in der neoklassischen Theorie, der homo oeconomicus wird dort, je nach Sichtweise, zu einem mechanisch reagierenden Automaten oder zu einem pawlowschen Hund, war keine gute Idee. Auf der anderen Seite führt der Wettbewerb dazu, dass alle sozialen Beziehungen von diesem eingefärbt werden, siehe Theodor W. Adorno. Zwischen diesen Extremen muss eine Balance gefunden werden.

Obwohl, mit den oben genannten Einschränkungen, die Volkswirtschaft das zentrale Thema der Menschheit ist, geriet Wirtschaft erst sehr spät in den Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung. Obwohl schon Kriege wegen der Frage geführt wurden, ob die Seele schon vor der Geburt da war oder nicht, ob Jesus ein Mensch war oder Gott (siehe Arianismus), wurde über ökonomische Fragestellungen erst sehr spät diskutiert, eigentlich erst im 18. Jahrhundert. Recht abstrakte Fragen, deren tatsächlich Relevanz nur schwer nachvollziehbar ist, waren in früheren Zeiten merkwürdigerweise konflikträchtiger, als wirtschaftliche Fragen.

Manche Irrungen und Wirrungen der Menschheitsgeschichte hätte durch eine Aufklärung über wirtschaftliche Zusammenhänge verhindert werden können. Oder vielleicht auch nicht, siehe Sind Menschen Argumenten zugänglich.

Für Francisco Pizarro (gest. 1541) mag es ausgesprochen logisch gewesen sein, dass Gold ein Zahlungsmittel ist, mit dem man, so es denn reichlich vorhanden ist, Güter aller Art kaufen kann. Einem einfachen Schweinhirten wie Pizarro lassen wir das durchgehen, dass aber diese Meinung von Carlos I, dem König von Spanien geteilt wurde, überrascht.

Auf jedem Fall machte er sich auf, Peru zu erobern, was ihm gelang, und von da jede Menge Gold nach Spanien zu schicken. Dass dies den Niedergang Spaniens einläutete, hätte man sich denken können, aber irgendwie ist die message auch 500 Jahre später noch nicht so richtig angekommen.

Wenn man das Gold dazu verwendet, Ohrringe für die Geliebte zu schmieden, geht das in Ordnung. Verwendet man es aber als Tauschmittel und die verfügbaren Mengen an Gütern bleibt konstant, dann verliert Gold an Wert und alles bleibt so wie es war. Der Goldzufluss aus Südamerika führe zur Inflation in Spanien und zu einem Wirtschaftsaufschwung in England, siehe Zahlungsbilanz.

Der Goldzufluss führte zu einem Import von Gütern aus Frankreich und England und hat die Wirtschaft in Frankreich und England brummen lassen. Das Gold selbst aber macht nicht reich. Der Trick hätte auch mit Muscheln funktioniert, so man diese als Zahlungsmittel akzeptiert hätte.

Irgendwann war das Gold dann weg und geblieben ist nichts. 500 Jahre später passierte etwas Ähnliches. Spanien bekam massig Kredite und damit wurden dann fleißig Häuser gebaut. Bis dahin eine super Idee, diese Leistung wurde im Inland erbracht. Allerdings wurde die hieraus resultierende Kaufkraft im Ausland befriedigt, was die Leistungsbilanz tief rot werden ließ. Mit dieser Konstellation können die Kredite nicht mehr getilgt werden. Das ist der Unterschied. Erfolgt der Geldzufluss über südamerikanische Minen, stehen ihm keine Verbindlichkeiten gegenüber. Stammt er aus Krediten, muss er irgendwann getilgt werden.

Das Ende war abzusehen. Zutreffend der Kommentar von Adam Smith 1776 in seinem fundamentalen Werk Wealth of nations:

"But though the judgment of sober reason and experience concerning such projects has always been extremely unfavourable, that of human avidity has commonly been quite otherwise. The same passion which has suggested to so many people the absurd idea of the philosopher's stone, has suggested to others the equally absurd one of immense rich mines of gold and silver. They did not consider that the value of those metals has, in all ages and nations, arisen chiefly from their scarcity, and that their scarcity has arisen from the very small quantities of them which nature has anywhere deposited in one place, from the hard and intractable substances with which she has almost everywhere surrounded those small quantities, and consequently from the labour and expense which are everywhere necessary in order to penetrate, and get at them. They flattered themselves that veins of those metals might in many places be found, as large and as abundant as those which are commonly found of lead, or copper, or tin, or iron." "Doch auch wenn das Urteil nüchternen Nachdenkens und Erfahrung bezüglich dieser Projekte sehr ungünstig ausfällt, so ist die Einstellung der menschlichen Gier diesbezüglich eine völlig andere. Die gleiche Leidenschaft, die so viele Menschen an die absurde Idee vom Stein der Weisen hat glauben lassen (die Idee aus Quecksilber Gold zu machen), ließ andere an die gleichermaßen absurde Idee von reichen Silber- und Goldminen glauben. Sie berücksichtigten nicht, dass der Wert dieser Metalle zu allen Zeiten und bei allen Völkern hauptsächlich ihrer Knappheit geschuldet war und die Knappheit dadurch entanden ist, dass die Natur nur geringe Mengen davon an einem Ort lagert und diese geringen Mengen auch noch von hartem Gestein umgeben war, das man kaum lösen konnte, so dass es viel Arbeit und Kosten verursachte, dieses abzuspalten und durchzudringen. Sie redeten sich ein, dass man überall Minen dieses Metalls finden könne, so groß und üppig, wie die von Blei, Kupfer, Zink oder Eisen."

[Wir diskutieren jetzt nicht, was Adam Smith nicht sah, dass auch Geld, also Papiergeld, nur deswegen einen Wert hat, weil es künstlich knapp gehalten wird. Diesen Punkt werden wir in den folgenden Kapitel noch sehr, sehr ausführlich diskutieren, vor allem im Kapitel über Keynes.]


Das eigentliche Kernproblem hat Adam Smith damit zwar noch nicht genau beschrieben, aber implizit steckt ja in der Aussage, dass man auch gleich hätte Güter produzieren können, anstatt einen enormen Aufwand zu betreiben, das Zahlungsmittel, mit dem man die nicht vorhandenen Güter kaufen kann, zu produzieren. Ob die Ausdehnung der Geldmenge, de facto ist es das, was durch die Kolonialisierung Südamerikas geschah, notwendigerweise zur Inflation führt, für Spanien lässt sich eine solche anhand von Krankenhausrechnungen nachweisen (gleiche Anzahl Patienten, aber die Kosten für die Versorgung selbiger stiegen nominal), ist eine Frage, die uns noch ganz ausgiebig beschäftigen wird, siehe Geldtheorie bei David Ricardo.

Die Frage ist nun, ob man Francisco Pizarro von seinem unsäglichen Tun hätte abhalten können, wenn man ihm erklärt hätte, dass die Güter, die er mit dem Gold kaufen will, erstmal produziert werden müssen. Im Grunde hätte er also auch in Spanien bleiben können und die Güter, die er haben wollte, dort produzieren können. Konnte Spanien die Güter nicht produzieren, dann war auch der Import des Zahlungsmittels aus makroökonomischer Sicht sinnlos. Dass das nicht sofort auffiel lag lediglich daran, dass Gold damals ein international anerkanntes Zahlungsmittel war, das heißt man konnte damit auch in England und Frankreich einkaufen, was wiederum zu einer negativen Leistungsbilanz führte.

Den eigentlichen Kern der Problematik hat aber vollinhaltlich nur David Hume erfasst, der sich aber der Tragweite seiner Überlegungen auch nicht bewusst wurde. David Hume erkannte messerscharf, siehe Zahlungsbilanz, das hier mit GELD, nicht mit Erspartem, ein Produktionspotential aktiviert wurde: In England. Die Eroberung Südamerikas ist also ein Beispiel für eine erfolgreiche expansive Geldpolitik. Ähnliche Überlegungen haben Keynes, wohl scherzhaft, dazu gebracht, selbst dem Merkantilismus noch abzugewinnen. Wenn man nun mal von der fixen Idee beherrscht ist, dass dem Geld irgendein objektiver Wert entgegenstehen muss, dann kann man die Geldmenge eben nur durch einen Leistungsbilanzüberschuss, also durch den Import von Geld, erhöhen. Das ist zwar offensichtlich Unsinn, wie wir ja heute plastisch sehen, aber zahlreiche Länder, darunter Deutschland und China, erkennen das bis zum heutigen Tag nicht.

Aus diesem weltgeschichtlich bedeutsamen Ereignis, dass die fehlerhaften Vorstellungen über Wirtschaft geradezu zu einer sinnlichen Erfahrung hat werden lassen, hätte man viele weitreichende Schlüsse ziehen können. Wir lernen aber, dass selbst dann, wenn die Wahrheit sozusagen sinnlich erfahrbar ist, tradierte Ansichten nicht korrigiert werden.

Anzunehmen ist, dass Carlos I von der Goldzufuhr aus Südamerika erstmal profitierte. Genau wie Unternehmen von der Inflation profitieren, weil sich die Löhne nicht unmittelbar an das gestiegene Preisniveau anpassen, so profitierte auch er von der Inflation. Letztlich führte aber der Import von Gold aus Südamerika lediglich zu einer Umverteilung, da das Volkseinkommen durch diesen Import nicht stieg. Das muss nicht so sein, also die Erhöhung der Geldmittel muss nicht notwendigerweise durch eine Inflation abgesaugt werden, sie kann auch zu einer Erhöhung des Volkseinkommen und damit einhergehend zu einer höheren Transaktionskasse führen, aber in diesem konkreten Fall war es so.

In diesem konkreten Fall hätte also eine Darstellung der ökonomischen Zusammenhänge das Desaster nicht verhindern können, da sowohl Francisco Pizarro wie auch Carlos I erstmal profitierten. Die Konsequenzen ihres Tuns hätten sie entweder nicht verstanden oder wären ihnen gleichgültig gewesen, wahrscheinlich aber sogar beides.

Der homo oeconomicus, wir wiederholen das oft und gerne, ist also nur innerhalb einer marktwirtschaftlichen Ordnung sinnvoll, die wiederum eingebettet ist in einen demokratischen Rechtstaat, der, folgt man den Ideen des Ordoliberalismus, die marktwirtschaftliche Ordnung zum Wohle der Allgemeinheit instrumentalisiert, das heißt, er sorgt dafür, dass die Spielregeln, die eine optimale Faktorallokation erzwingen, eingehalten werden, siehe Ordoliberalismus.

Allerdings kennt der Autor inzwischen aus eigener Erfahrung so manchen Shitstorm. Man kann tausendmal darauf hinweisen, dass die Marktwirtschaft demokratisch ist, denn sie beschränkt Macht, und alle Argumente anführen, die hier schon genannt wurden.

Es nützt nichts. Besonders Schlaue, die in der Schule gelernt haben, dass es soziale Marktwirtschaft heißt, erfreuen einen dann mit ihren Kenntnissen, verkennen aber, dass der Begriff soziale Marktwirtschaft ein Gummibegriff ist.

Soziale Marktwirtschaft heißt, dass man die Güterproduktion privatwirtschaftlich organisiert, weil so eine optimale Verarbeitung von Informationen gewährleistet ist und die Ergebnisse hinterher über Transferleistungen korrigiert. Allerdings können die Transferleistungen auch eine Höhe erreichen, bei der ein Ziel der marktwirtschaftlichen Ordnung, die optimale Faktorallokation, in Frage gestellt wird.

Man kann z.B. über Weiterbildungsmaßnahmen 6 Milliarden DM (damals waren es noch DM) in die berufliche Weiterbildung pumpen und den Schreiner zum Schlosser und den Schlosser zum Schreiner umschulen (was tatsächlich passiert ist), aber genützt hat es leider nix und der Autor spricht sehr oft aus konkreter Erfahrung. Der Begriff soziale Marktwirtschaft ist reines Marketing, Beruhigungspille für die Plebs, der man nicht zutraut, die Leistungsfähigkeit der Marktwirtschaft zu verstehen. Der Rest des Shitstorms stammt dann von den Leuten, die es nicht mal bis zur sozialen Marktwirtschaft geschafft haben, die nennen das Teil Kapitalismus und zwar unabhängig davon, ob sie "rechts" stehen, also CDU / CSU wählen und die FAZ lesen oder "links" stehen, also Bündnis 90 / Die Grünen wählen und die TAZ lesen.

Leute, so geht das gar nicht. Der Autor hatte ja mal im Rahmen seiner Anerkennung als Zivildienstleistender mit einer Richterin zu tun, das war eine langwierige Angelegenheit. Das Mädel war zwar der Meinung, dass man das Vaterland tapfer verteidigen muss, allerdings konnte sie nicht so richtig genau präzisieren, was da eigentlich verteidigt wird. Man sollte schon wissen, in welcher Gesellschaft man lebt, was die Alternativen sind und was die Vor- und Nachteile der verschiedenen Alternativen.

Der kalte Krieg entzündete sich, zumindest vordergründig, an zwei unterschiedlichen Vorstellungen über die Wirtschaftsordnung, wobei die Vorstellungen des als Ideal gedachten Systems auf der einen Seite so vage waren wie auf der anderen.

Wenn man also für die Verteidigung einer bestimmten Wirtschaftsordnung Waffensysteme aufbaut, die die Vernichtung der Menschheit billigend in Kauf nehmen, dann sollte man wenigstens wissen, wovon man überhaupt redet.

Und dann rannten da noch eine Menge Irre über Kasernenhöfe, die auch nicht so genau wussten, warum sie da rumrennen. Das Ganze hatte was von dressierten Bulldoggen, die man via Marketing mit Testosteron geimpft hatte. Alles klar? Wir sagen das jetzt ganz ohne Mathe und ohne jedes Modell, so dass es auch garantiert jeder kapieren kann.

Blödheit ist kein Kavaliersdelikt, Blödheit ist ein Verbrechen und volkswirtschaftliche Zusammenhänge kann man verstehen und muss man verstehen. Und wir müssen auch nicht bei jedem Problemchen gleich wieder mit dem alten Gejaule und den steinzeitlichen Schuldzuweisungen anfangen und wenn Onkel Sarrazin meint, über die Griechen, Spanier, Portugiesen, Italiener ablästern zu müssen, dann wird er uns sicher auch erklären, warum Banken und andere Kapitalsammelstellen dort so leidenschaftlich ihr Geld anlegten.

Man kann durchaus die Vorzüge der marktwirtschaftlichen Ordnung sehen und dennoch Fehlentwicklungen als völlig inakzeptabel einstufen. Niemand wird Probleme wie Kinderarbeit, Umweltverschmutzung, kollabierende soziale Sicherungssysteme, unzureichende medizinische Versorgung, Probleme im Bildungswesen etc. etc.. akzeptieren.

Diese Probleme können, aus unterschiedlichen Gründen, nicht privatwirtschaftlich gelöst werden.

Öffentliche Güter (Bildungswesen), Internalisierung externer Kosten (Umweltverschmutzung) etc. kann nur der Staat über entsprechende Gesetze zur Verfügung stellen. Teilweise wäre das Markterergebnis aus sozialen Gründen verwerflich (soziale Sicherungssystem, medizinische Versorgung).

Es gibt hier keine Weisheiten, die in Stein gemeiselt sind, aber es gibt einen Korridor, auf dem sich die Wahrheit befindet und in den wir momentan einmünden. Die Zeit der fundamental ideologischen Debatten ist vorbei auch wenn der Ritt auf Emotionen manchmal finanziell äußerst attraktiv ist.

Das sollte man jetzt mal einsehen und akzeptieren und man hätte das bei durchaus durchnittlicher Intelligenz auch schon vor langer Zeit einsehen können. Hätte man es früher eingesehen, hätte man viele Probleme, mit denen die Menschheit heute beschäftigt ist, gar nicht, weil die Ressourcen zur Verfügung stünden, die Probleme abschließend zu lösen.

Die Volkswirtschaft muss sich schon die Frage stellen lassen, inwiefern sie an Fundamentaldiskussionen nicht selbst beteiligt war. Wenn die Chicago Boys 1973 daran gingen, die Konzepte Milton Friedmans umzusetzen, während im Stadium von Santiago Victor Jara die Finger gebrochen wurden und Tausende zu Tode gefoltert wurden und Milton Friedman sich 1975 mit Pinochet trifft, um einen härteren Kurs zu empfehlen, während Tausende Regimegegner im Gefängnis sitzen, dann wird VWL durchaus zu einer ekelhaften Angelegenheit.

Hier hätte auch Hayek, der zweite Stern am Himmel der Chicago Boys durchaus mal sagen können, was geht und was überhaupt nicht geht. Es gibt Dinge, die gehen selbst dann nicht, wenn man Recht hat, was die Jungs nicht mal hatten. Näheres hierzu in dem brillianten Artikel bei Wikipedia, einer Dokumentation der Erbärmlichkeit der Wirtschaftswissenschaftler: Chicago Boys. Ein solch intellektueller und moralischer Totalausfall ist nicht gerade das, was Volkswirtschaftlern eine Rolle in einem demokratischen Rechtsstaat zuweist. Solche Vorkomnisse diskreditieren die Volkswirtschaft, machen sie angreifbar und unglaubwürdig. Die Waffe des Volkswirtschaftlers ist das Wort. Und zwar ausschließlich das Wort.

Was man der Volkswirtschaft im Übrigen vorwirft, keine fertigen Erklärungsmuster zu haben, ist eigentlich ihre Stärke. Es reicht vollkommen, wenn sie jede Gewissheit über ökonomische Sachzusammenhänge zerstört. Sie verteidigt die Transparenz auf allen Ebenen. Die universitäre Ökokaste wird im Übrigen auch im Internet veröffentlichen müssen, denn sonst unterhält man sich über sie, aber nicht mit ihr, was ein Problem werden kann, denn das Internet vergisst nie. So wahr uns Google helfe! Amen!

Der Bachelor / Masterstudiengang ist nicht nur aus den oben beschriebenen Gründen fürchterlich. Er ist auch fürchterlich, weil er sich auf die Betrachtung einiger weniger Märkte beschränkt: Den Gütermarkt, den Arbeitsmarkt, den Geldmarkt.

Damit wird dann jede Situation durchdekliniert, egal ob Bolivien, die Vereinigten Staaten, Deutschland oder Afghanistan.

Die entscheidende Variable, das Bildungsniveau, kommt in diesen Modellen gar nicht zum Ausdruck, bzw. höchstens in der Steigung der Kurven, die aber für die Modelle völlig egal ist.

Die Ausklammerung aller nicht unmittelbar ökonomischen Parameter, die aber letztlich entscheidend sind, bzw. deren Subsumierung unter andere Variablen, verleiht der Volkswirtschaftlehre den Charakter eines geschlossenen, in sich konsistenten Systems, suggeriert, dass die Interdependenzen dieser Parameter allein das Wirtschaftgeschehen erklären könne. Wir erhalten so Modelle, die schlicht immer passen, in Venezuela so richtig sind wie in Frankreich. Die eigentliche Schwäche, die Allgemeingültigkeit, wird zur Stärke umgedeutet, als ökonomisches, immer geltendes Gesetz gesehen. Die Allgemeingültigkeit wird erkauft durch Trivialität.

Um es mal kurz und knapp zu sagen: Wären die Modelle übertragbar, was die VWL suggeriert, dann müsste es ja ein Leichtes sein, sie auf andere Länder zu übertragen. Wirtschaftliches Wachstum müsste planbar sein. Dem ist aber nicht so. Wir können daraus schließen, dass in den Modellen ein paar ganz entscheidende Paramenter fehlen.

Während aber die Orginale den Einfluss nichtökonomischer Faktoren auf die Wirtschaft wenigstens noch reflektierten, werden diese Einflüsse in der akademischen Volkswirtschaftslehre schlicht ignoriert.

Bei Walras, siehe Wissenschaftstheoretische Grundlagen, Pareto Soziologie, Schumpeter, siehe Erkenntnistheoretische Grundlagen, Marshall, siehe Methodische Grundlagen etc. haben wir noch eine Reflektion über diese Zusammenhänge, was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass sich im 18. Jahrhundert die Volkswirtschaftslehre erst konstituierte, über das eigentliche Erkenntnisobjekt also noch reflektiert wurde, weil ein Bedürfnis bestand, es von Nachbardisziplinen abzugrenzen.

Das tobende Leben interessiert sich mehr für die Steigung der Kurven. Global betrachtet ist die Steigung dieser Kurven das Kernproblem. Ein kleines Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt bei 1000 Euro pro Stunde kann man durchaus verschmerzen. Dann sollen die Leute, die eh nicht mehr wissen, wohin mit ihrer Knete, das kleine Ungleichgewicht, also die Leute, die keinen Job haben, halt nach Mallorca in den Urlaub schicken.

Ein optisch ebenbürtiges Gleichgewicht bei 50 Cent ist nur optisch ebenbürtig. Real gesehen ist das ziemlich beschissen.


Es ist nun nicht so, dass im ehemaligen Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre die Realität ein bedeutsames Phänomen gewesen wäre, aber es gab immerhin die Möglichkeit, dieser einen gewissen Raum im Denken einzuräumen, denn die Wahlmöglichkeiten waren größer, vereinzelt, in Abhängigkeit von der Uni, konnte man auch Scheine in Entwicklungspolitik, Bildungspolitik, Gesundheitsökonomie etc. machen.

Die schwache Präsens der VWL in der Politik ist auch darauf zurückzuführen, dass die eigentlich interessanten Variablen durch die Modelle verschleiert werden. Volkswirte haben dazu so wenig zu sagen, wie Juristen, die in diesem Bereich dominieren. Theologen im Übrigen auch nicht, obwohl das Bundesministerium für Bildung und Forschung von einer Theologin geleitet wird. (Anette Schavan)

Forschungspolitik wäre ein typisches VWL Thema, der direkte Draht zu Gott nützt da wenig. Forschungspolitik wäre ein Thema für Volkswirte, weil diese zwar konkret von nichts Ahnung haben, aber darauf trainiert sein sollten (!), die Relevanz von etwas abzuschätzen, bzw. die Wirkung, die man erzielen könnte, wenn man auf dem einen oder anderen Gebiet Erfolge erzielte.

Gott, zu dem hat die Theologin Annette Schavan und derzeit Bundesministerin für Bildung und Forschung einen direkten Draht, hat zu der Frage, ob man ein paar Millionen Euro in die Forschung im Bereich Molekulargenetik steckt oder in den Bereich Thermo Solaranlagen nichts zu sagen. Der Volkswirt schon. Sollte er zumindest, denn wer sonst?

Allerdings plädiert der Autor dafür, dass sich die gesamte Gesellschaft an der Diskussion beteiligt, denn da draußen gibt es massig Leute, die eine Menge dazu zu sagen haben und die Chancen, die dazu zu bringen, ihr Wissen weiterzugeben, ist weit größer, als Gott dazu zu bringen, sich zu dem Thema zu äußern. Der schweigt nämlich schon seit ein paar tausend Jahren beharrlich vor sich hin. Bestenfalls schickt er uns mal seinen Sohn, damit dieser uns von der Erbsünde befreit, was uns auch nicht wirklich weiter bringt.

Der Charakter der VWL als Querschnittswissenschaft geht nun im Bachelor / Master Studiengang endgültig unter, praktisch gibt es gar keine Arbeitsmöglichkeiten mehr, weil der VWLer immer in Querschnittsbereichen arbeitet, die immer an den Rändern ausfransen, sei es Politik, Psychologie, Didaktik, Technologiefolgeabschätzung, wirtschaftliche Bewertung von Gesetzen, Journalismus etc. etc..

VWL als rein wissenschaftliches Fach, hat wesentlich mehr Schnittstellen mit den Politikwissenschaften, als die akademische Lehre suggeriert, denn letztlich ist es die Politik, die die Rahmenbedingungen festlegt, entweder weil sie vom Wähler getrieben wird oder eigenmächtig entscheidet. Eine neue Technologie, wie die Gewinnung von Energie aus Wind und Wasser, hat, so sie erfolgreich ist, auch Einfluss auf den Wechselkurs, auf die Struktur des Arbeitsmarktes, auf die Verteilung des Einkommens innerhalb der Bundesländer etc..

Nichts abstrakt, sondern Konkret. Spanien zum Beispiel ist Importeur elektrischer Energie. Das ist Teil des Problems.

Wer vorhat, Wirtschaftsjournalist zu werden, sollte die Arbeitsbedingungen der Branche kennen, also das Motto sex sells berücksichtigen und Boris Becker zu dem Thema Überschuss in der Zahlungsbilanz bei flexiblen und festen Wechselkursen befragen, das ist immer verkaufsfördernd.

Die einzige Schnittstelle des Bachelor Studienganges VWL besteht zur BWL und kaufmännische Berufe sind wohl, so wie der Studiengang konzipiert ist, auch die einzig realistische berufliche Perspektive.

Unter diesen Auspizien kann man den Studiengang VWL aber dann auch gleich komplett abschaffen.

Die Präferenz von Kapitalsammelstellen für Wertpapiere anstatt Realinvestitionen liegt nicht nur am Zins, denn der kann sogar fast Null sein, wie die aktuelle Krise zeigt, bei der Kapital bei deutschen Staatspapieren geparkt wird, anstatt in Realinvestitionen zu fließen. (Wir schreiben immer noch das Jahre 2012. In ein paar Jahren, wenn dieses Lehrbuch immer noch im Netz steht, sind die Krisen des Jahres 2012 in Vergessenheit geraten und durch andere ersetzt worden sein. Der Leser aus der Zukunft muss dann ein bisschen anpassen, was aber problemlos möglich sein sollte, den Krisen ähneln sich.)

Haben schon vorher nur sehr wenig Volkswirte in Querschnittsfunktionen gearbeitet, was beruftstypisch wäre, weil schon der Diplomstudiengang für berufstypische Arbeitsbereiche nur ungenügend vorbereitet hat und der Diplom Volkswirt für Querschnittfunktionen ähnlich qualifiziert war wie Theologen (Schavan), Philosophen (Nida Rümelin) oder Theaterwissenschaftler, um mal nicht wieder die unseligen Juristen zu nennen, dann wurde der Studiengang durch den Bachelor / Master auf den Kaufmann zurückgestutzt.

Das Grundproblem besteht darin, dass die Lehrpläne für die Bachelor / Master Studiengänge von Leuten gemacht werden, die eben außer Penne und Uni nichts kennen. Sie gehen davon aus, dass das, was einer akademischen Karriere förderlich ist, also Kurven malen, auch beruflich relevant ist. Der Fehler ist systemimmanent und das System kann sich auch intern nicht erneuern.

Für eine Uni Karriere ist Systemblindheit Voraussetzung. Nur wer die Komplexität der außeruniversitären Realität nicht verdrängen kann, weil er sie nicht mal sieht, kann mit der nötigen Inbrunst Kurven malen. Das gleiche Problem haben auch die Geisteswissenschaften. Auch Philologien bereiten überwiegend auf eine akademische Ausbildung vor. Selbst auf den Lehrerberuf, ein vergleichsweise überschaubares Anforderungprofil, bereiten sie nicht vor.

Ob die aktuelle Krise (wir schreiben immer noch das Jahr 2012) wirklich eine ökonomische Krise ist oder eine technologische, offensichtlich haben die Griechen, Spanier, Italiener, Iren etc. ja auch keine "Killerapplikation", die das weltweit fluktuierende Kapital binden und mit einer ordentlichen Rendite versorgen kann, weswegen das frei fluktuierende Kapital in Beton verbaut oder in Form von Finanzprodukten um den Globus gejagt wird, ist unklar. Tatsache ist aber, dass sie von der Öffentlichkeit als rein "ökonomische" Krise wahrgenommen wird und wahr ist auf jeden Fall, dass es sich zumindest zum Teil um eine Krise handelt, die mit den Instrumenten der Volkswirtschaftlehre diskutiert werden kann. Was an dieser und zukünftigen Krisen wirklich "ökonomisch" ist, also mit den Instrumentarien der Mikro- und Makroökonomie analysiert werden kann und was daran technisch, organisatorisch bedingt ist, ist und wird schwer zu trennen sein. Technische und organisatorische Krisen werden aber zu Phänomenen führen, Umverteilung, Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Inflation / Deflation / Stagflation, Ungleichgewichten in den Zahlungsbilanzen, Kapitalbilanzen, die als rein "ökonomische" Probleme wahrgenommen werden.

Insorfern ist die öffentliche Wahrnehmung der Wirtschaftswissenschaften skurril. In der öffentlichen Wahrnehmung wird Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, unausgeglichene Leistungsbilanzen, Probleme in den sozialen Sicherungssytemen etc. etc. als ökonomische Probleme wahrgenommen, ohne dass eine klare Vorstellung darüber besteht, was ein ökonomisches Problem überhaupt ist. Möglich ist, dass z.B. Arbeitslosigkeit ein Problem der Organisation des formellen und informellen Bildungssystem ist. Dann wäre es aber gar kein 'ökonomisches' Problem. Wirtschaftswissenschaftler diskutieren jedes Problem anhand einer begrenzten Anzahl von Parametern, die aber meistens die Effekte einer Ursache sind, aber nicht die Ursache selbst. Auf die Thematik werden wir noch öfter zu sprechen kommen, siehe z.B. Langfristige und kurzfristiges Gleichgewicht.




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Volkswirtschaft jenseits der Ideologien

Die Allgemeingütligkeit ökonomischer Gesetze wurde mit deren Trivialität erkauft

 

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