Impressum

4. Schumpeter

Wir könnten jetzt nun natürlich darauf hinweisen, dass man Informationen zur Biographie von Joseph Schumpeter bei Wikipedia findet, es also reicht, Joseph Schumpeter bei google einzugeben, werden das aber nicht tun, es weiß ja eh jeder. Allerdings findet man hier www.schumpeter.info interessante Hintergrundinformationen.

Joseph Schumpeter ist wohl der erste Autor, der mal dezidiert über dynamische Wirtschaften nachgedacht hat. Das stellt ein Bruch mit der Neoklassik dar.

Wir würden aber den Begriff Neoklassik nicht verwenden, da zwischen Autoren wie Alfred Marshall auf der einen Seite und Vilfredo Pareto / Léon Walras auf der anderen Seite ein Zusammenhang kaum erkennbar ist. 

Im Gleichgewichtsmodell von Alfred Marshall lassen sich dynamische Veränderungen, die letztlich marktwirtschaftliche Ordnungen kennzeichnen, zumindest bedingt, da ja die Produktionsverhältnisse durch die Grenzkostenkurve, deren Veränderungen in realen Prozessen für die Verschiebung der Marktgleichgewichte maßgeblich sind, berücksichtigt werden. 

(Von der Tatsache, dass Alfred Marshall zwischen kurzfristig und langfristig klar trennt, siehe langfristiges und kurzfristiges Gleichgewicht.)

Vilfredo Pareto und Léon Walras diskutieren reine Tauschmärkte. Eine Analyse von Tauschmärkten erklaubt keine relevanten Aussagen über Wirtschaftssysteme, weil die Dynamik der Wirtschaftssysteme in der Produktion besteht. Tauschmärkte abstrahieren von der Produktion, analysieren Tauschhandlungen, die aber irrelevant sind.

Mit dem Modell von Alfred Marshall kann man auch rasch verschiedene Szenarien durchspielen, Änderungen der Parameter drücken sich in Verschiebungen der Nachfrage- und Angebotskurven aus. Wir können dem bekannten Nachfrage / Angebot Kreuz von Alfred Marshall entnehmen, dass die Summe aus Konsumenten und Produzentenrente beim Marktgleichgewicht am höchsten ist.

Verschiebungen der Angebotskurve zeigen zwar lediglich eine Veränderungen in den Preis / Mengen Relationen ohne die Gründe zu erklären, die zu diesem Änderungen geführt haben, aber zumindest einfache Änderungen, Wirkung von Zöllen, Steuern, Mindestpreise, Höchstpreise, Existenz von Substitutions- und Komplementärgütern etc. lassen sich anhand des Marshallkreuzes, dem Diagramm aus Angebot und Nachfrage, ganz anschaulich illustrieren.

Bei Léon Walras und Vilfredo Pareto erfahren wir, dass es ein Marktgleichgewicht gibt und dieses auch das Wohlfartsoptimum darstellt, womit wir isoliert allerdings nichts anfangen können, zumal das Marktgleichgewicht auf reinen Tauschmärkten beschrieben wird. 

Bei Pareto wäre der Nachweis, dass ein Optimum vorliegt so zu führen. Da sich keiner der Tauschpartner durch einen Tausch weiter verbessern kann, ist das Optimum erreicht. 

Bei Walras ist das Optimum schlicht dadurch definiert, dass der Preis markträumend ist. Bestimmt man als gleichgewichtigen Preis den Preis, bei dem bei Konstanter Menge der Markt geräumt wird, kann das Gleichgewicht in der Tat, wie Léon Walras das tut, durch ein Gleichungssystem bestimmt werden. Der Grenznutzen eines Gutes spielt dann keine Rolle, auch wenn Léon Walras hiervon ausgeht und die Grenzkosten der Produktion sowieso nicht, denn die Menge liegt fest.

(Daran ändert sich auch nichts durch die Tatsache, dass er am Schluss seiner Ausführungen die Produktion in seine Überlegungen mit einbezieht, denn auch die Produktionsfaktoren werden lediglich getauscht.)


Anders sieht es aus, das ist das Modell von Alfred Marshall, wenn das Gleichgewicht durch die Preis / Mengenkombination bestimmt wird, bei der alle, die nach Maßgabe ihrer Präferenzen bereit waren, den Preis, der den Grenzkosten entspricht, zu zahlen. In diesem Fall sind die Grenzkosten wie auch der Grenznutzen durch Funktionen definiert.

Allein das Modell von Alfred Marshall erlaubt aber tiefergehende Analysen. Nur mit diesem Modell lässt sich die Wirkung eines Zolles ermitteln, staatlich festgelegten Höchst- bzw. Mindestpreises, Wohlfahrtsverluste durch Machststrukturen etc. etc. 

Mit dem Modell von Alfred Marshall können wir analysieren, wie es durch staatliche Eingriffe oder Machtverhältnisse es zu Abweichungen vom Gleichgewicht und damit zu einer gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtseinbuße kommt, wobei man natürlich im Hintergrund behalten muss, dass die isolierte Betrachtung diese Wohlfahrtseinbußen systematisch überschätzt, siehe kardinale Nutzenmessung.

Bei Vilfredo Pareto erfahren wir lediglich, dass bei staatlichen Eingriffen das Pareto Optimum nicht erreicht wird, allerdings ist der konkrete Eingriff in seinem Modell nicht beschreibbar. 

Anders formuliert: Wir brauchen nur Alfred Marshall. Vilfredo Pareto und Léon Walras vergessen wir besser. Für die zwei letzt genannten trifft auch 100 prozentig die Kritik Schumpeters zu, sie beschreiben eine statische Wirtschaft. Unter statisch verstehen wir hier eine Analyse, die sich auf die Analyse des Gleichgewichts selbst beschränkt, aber keine Aussage darüber macht, wie dieses zustande gekommen ist und wie lange es überhaupt stabil ist. Der gleichgewichtige Preis und die gleichgewichtige Menge sind lediglich Effekte einer Ursache, aber nicht die Ursache selbst.

Für Alfred Marshall trifft das eben nicht zu. Zwar ist auch seine Darstellung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts eine Momentaufnahme, aber er beschäftigt sich ausführlich mit allen möglichen Zusammenhängen und Kräften, die eine Wirtschaft aus diesem Gleichgewicht hinaustreiben und in neues überführen. 

Kurios an Schumpeter ist, dass er die Aussagekraft statischer Modelle für die Wirtschaft zwar kritisiert, aber immer wieder auf Modelle der österreichischen Grenznutzenschule, die ebenfalls statisch sind, zurückgreift, siehe statische Wirtschaft. Maßgeblich hierfür dürfte sein, ein Phänomen, das wir immer wieder beobachten können, Joseph Schumpeter dem Mainstream Tribut zollen muss, andernfalls wäre eine akademische Karriere aussichtslos gewesen.

Joseph Schumpeter wird nun gefeiert, weil ihm ein paar Dinge aufgefallen sind. 

  1. Dass keine Wirtschaft in irgendwelchen gleichgewichtigen Zuständen verharrt. Die Preise, der einzelnen Güter ändern sich, die Warenkörbe ändern sich, die Produktionskosten ändern sich. Kurz: Alles ändert sich.
  2. Damit sich was verändert, braucht es Menschen, die was verändern.
  3. Wirtschaft ganz allgemein wird von Menschen veranstaltet.
  4. Der entscheidende Punkt: Kapitalsammelstellen sind bei der Kreditschöpfung nicht auf Sparen angewiesen

Diese Einsichten sind natürlich für den gesunden Menschenverstand nicht gerade revolutionär. Lebt man nicht auf einem Baumhaus im Urwald oder an einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an einer Uni, dann fällt eigentlich jedem auf, dass es immer mal wieder neue Produkte gibt, aktuell zum Beispiel sind die Tablet PC und die Smartphones dazugekommen. Aber auch früher hätte man durchaus merken können, dass es auf einmal eine Dampfmaschine gab, eine Glühbirne, ein Auto. Normalerweise merkt man das. Normalerweise. Ökonomen merken das aber nicht. Die dozierende Ökokaste wird auch noch, wenn sie niemand daran hindert, noch in 500 Jahren Vorlesungen halten. Eine Art der Wissensvermittlung, die im Mittelalter durchaus ihre Berechtigung hatte, es gab ja noch keine Bücher, heute aber komplett unnötig ist. Eine Vorlesung bereitet man EINMLA perfekt im Internet auf und dann hat sich das.

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen der Astronomie und der Ökönomie, wobei die Astronomie, mit ihren ewig gültigen Gesetzen das Vorbild für die Ökonomen ist. 

In der Astronomie kreisen die Planeten um die Sonne, ihrem Zentrum in ewig gleichem Lauf und in der Ökonomie verharren die Mengen und Preise in ihrem Gleichgewicht, ihrem Zentrum vom Anbeginn der Tage bis zum Ende unserer Zeit. 

Das Bedauern von Pareto und Walras aber, dass die Ökonomie keine so stabilen Gesetze hervorbringe wie die Astronomie, ist völlig falsch.

Wenn in fünf Milliarden Jahren die Sonne verglüht, wird das Pareto Optimum noch Gültigkeit haben. Solange irgendwelche Wesen, es müssen nicht notwendigerweise Menschen sein, Güter austauschen, wird das zuletzt ausgetauschte Gut den gleichen Nutzwert haben, wie das hierfür zuletzt eingetauschte. Das Pareto Optimum wird gelten. Je trivialer eine Erkenntnis ist, desto ewiger ist ihr Wahrheitsgehalt.

Und selbst wenn das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen nicht gilt, ist das Pareto Optimum erreicht. Stiftet die erste Einheit eines Gutes dem Besitzer mehr Nutzen, als jedes Gut, das er hierfür eintauschen könnte, wird er es eben behalten. 

Auch dann sind alle glücklich und das Pareto Optimum ist erreicht.

Im Vergleich zur Ökonomie beschäftigt sich also die Astronomie mit ganz ephemeren Dingen, die nur ein paar Milliarden Jahre gelten. 

Es sind auch nicht Individuen, die Einfluss nehmen auf die Stabilität / Instabilität des Marktgleichgewichts, sondern anonyme Marktkräfte. Markträfte sind sowas ähnliches wie der Erdmagnetismus oder die Gravitationskraft, sie werden auch noch wirken, wenn der Erdball seelenlos durch's Universum rauscht, denn der Begriff Marktkraft besagt ja schon, dass hier eine "Kraft" am Werk ist, also kein Subjekt.

Wahrscheinlich ist Schumpeter der einzige, der mal ganz klar und unmissverständlich festgestellt hat, dass Sparen gesamtwirtschaftlich für den Arsch ist. Sparen ist relevant für die Allokation der Produktionsfaktoren, für die Frage ob Konsum oder Investitionsgüter produziert werden, aber Sparen ist nicht die Bedingung für die Investition und aus der Tatsache, dass irgendjemand spart, folgt noch lange nicht, dass irgendjemand im entsprechenden Umfang investieren will. Die Logik der Klassik, dass der Zins sparen und investieren in Übereinstimmung bringt ist falsch, denn der Zins bildet sich am Geldmarkt, siehe Keynes.

Schumpeter geht zwar von einer vollbeschäftigten Wirtschaft aus, was anderes kann es im Universum der ewigen Gleichgewichte nicht geben, aber hinsichtlich dieses zentralen Aspektes ist er dann deutlich und unmissverständlich und spricht mannhaft wahrhaftig tiefe Wahrheiten aus.

In diesem Sinne definieren wir also den innersten Kern des Kreditphänomens in der folgenden Weise: Kredit ist wesentlich Kaufkraftschaffung zum Zwecke ihrer Überlassung an den Unternehmer, nicht aber einfach Überlassung von vorhandener Kaufkraft - von Bescheinigungen über vorhandene Produkte - an ihn. Die Kaufkraftschaffung charakterisiert prinzipiell die Methode, nach der sich die wirtschaftliche Entwicklungen der nicht geschlossenen Volkswirtschaft durchsetzt. Durch den Kredit wird den Unternehmern der Zutritt zum volkswirtschaftlichen Güterstrom eröffnet, ehe sie den normalen Zuspruch darauf erworben haben. Es ersetzt gleichsam eine Fiktion dieses Anspruchs temporär diesen Anspruch selbst. Die Kreditgewährung in diesem Sinne wirkt wie ein Befehlen an die Volkswirtschaft, sich den den Zwecken des Unternehmers zu fügen, wie eine Anweisung auf die Güter, die er braucht, wie ein Anvertrauen von Produktivkräften. 

aus: Joseph Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Drittes Kapitel, Kredit und Kapital

Machen wir uns klar, was er meint. Nach den Vorstellungen der Klassik, wobei wir da bei Adam Smith und David Hume vorsichtig sind, wir interpretieren manche Sätze so, siehe Zahlungsbilanz, dass sie diesen Zusammenhang bereits anders sahen, kann sparen nur erfolgen, wenn jemand etwas hergestellt, geliefert, geleistet hat und den Erlös aus diesen Produkten, Lieferungen , Leistungen eben nicht konsumiert, sondern gespart hat. 

Diesem Sparen steht also eine erbrachte Leistung gegenüber. Das Ersparte kann er dann investieren. Was jemand spart, ist in dieser Sichtweise auch "materiell" vorhanden, denn das Sparen, in dieser klassischen Sicht, von der Schumpeter dann abrückt, FOLGT auf die Leistung und geht ihr nicht voraus. 

Hier ist erstmal wichtig für ihn, dass derjenige, der den Kredit nimmt, sich Kaufkraft verschafft, ohne dass dieser materiell etwas entgegensteht. Derjenige, der also einen Kredit nimmt, kann sich Kaufkraft verschaffen, kann Ressourcen abziehen und die normale Allokation derselben verändern. 

Im Gegensatz zum "normalen" Unternehmer, der Kaufkraft qua Leistung erzielt, erhält der Kreditnehmer Kaufkraft, Zugriff auf Güterströme, qua Fiktion. Der Kredit ändert also die Allokation der Produktionsfaktoren. 

Wir müssen hier sehen, dass Schumpeter diese Fiktion braucht, denn in seiner Wirtschaft, da ist er ganz bei Léon Walras, herrscht Vollbeschäftigung. Neue Produktionsmethoden können nicht parallel eingeführt werden, sondern müssen andere ersetzen.

Wer will, kann hier auch einen Widerspruch bzw. eine Ungenauigkeit beim Sayschen Theorem erkennen. In der klassischen und neoklassischen Welt der Vollbeschäftigung wird schlicht gar nicht gespart. Da nur Ersatzinvestitionen stattfinden, die aus Abschreibungen finanziert werden, gibt es für Sparen schlicht keine Verwendung und abgesehen davon, stehen auch keine Ressourcen für Erweiterungsinvestitionen zur Verfügung. Anders formuliert: Geht man von einer statischen Wirtschaft aus, bei der die Produktionsmittel lediglich qua verdienter Abschreibung ersetzt werden, löst Say ein Problem, das de facto gar nicht existiert.

In der Welt der Klassik / Neoklassik, also bei Vollbeschäftigung, kann investieren nur zu Lasten von konsumieren gehen, wobei aber in beiden Verwendungen die gleiche Anzahl an Arbeitern beschäftigt wird.

Eine Investition kann bei Vollbeschäftigung nur andere Investitionen verdrängen. Wir sind im Kapitel Zins, wohl realistischer, von einer unterbeschäftigten Wirtschaft ausgegangen. 

Nach klassischer Sicht, so jedenfalls die allgemeine Behauptung, siehe oben Zahlungsbilanz, können die Sparer aber auch anderen Kredite geben, die sie dann investieren. Nach dieser Logik kann nur soviel investiert werden, wie die anderen sparen und genau das bestreitet Schumpeter. Er beschreibt jetzt eindeutig die Kreditschöpfung durch Geldschöpfung, wodurch der Zusammenhang zwischen sparen und investieren aufgelöst wird. Im Hinterkopf müssen wir behalten, dass er von einer vollbeschäftigten Wirtschaft ausgeht. Eine Vermehrung der Geldmenge bedeutet für ihn also Inflation. Kredit sorgt erstmal nur für eine andere Allokation, nicht aber, erstmal, für ein Wachstum des Volkseinkommens. 

Die konkrete äußere Form der Kreditzahlungsmittel ist ganz gleichgültig. Am deutlichsten sieht man die Sache allerdings bei der ungedeckten Banknote. Aber auch ein Wechsel, der nicht vorhandenes Geld ersetzt und sich nicht auf bereits produzierte Waren stützt, hat denselben Charakter immer dann, wenn er zirkuliert und nicht etwa bloß die Verpflichtung des Unternehmers gegenüber seinem Geldgeber fixiert, wobei er nur eine Bestätigung sonstiger überlassener Kaufkraft darstellt, und nicht bloß diskontiert wird, wobei das gleiche der Fall ist. Und alle anderen Formen der Kreditzahlungsmittel bis zur einfachen Gutschrift in den Büchern einer Bank lassen sich unter demselben Gesichtswinkel betrachten. Immer treten sie neben die vorhandene Kaufkraft. Wie wenn ein Gas in ein Gefäß einströmt, in dem sich vorher eine bestimmte Gasmenge im Gleichgewichte befand, so dass alle Moleküle gleiche Teile des Raumes einnahmen, die Anteile dieser Moleküle am Raume nun beschränkt werden, so wird das Einströmen der neuen Kaufkraft in den Raum der Volkswirtschaft die alte Kaufkraft komprimieren. Haben sich die dadurch notwendig gewordenen Preisveränderungen vollzogen, dann entsprechen den neuen Kaufkrafteinheiten gerade so gut irgendwelche Güter wie die alten, nur dass die jetzt vorhandenen Kaufkrafteinheiten alle geringeren Inhalts sind als die, welche früher vorhanden waren, und dass sich ihre Verteilung unter die Einzelwirtschaften verschoben hat.

aus: Joseph Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Drittes Kapitel, Kredit und Kapital

Er bleibt also im Wesentlichen immer noch der Geldschleiertheorie verhaftet. Wird Geld geschaffen, dann führt dies zu Inflation, wobei man eben bedenken muss, dass er von Vollbeschäftigung ausgeht. Der 'schöpferische Zerstörer' kann also nicht unterbeschäftigte Ressourcen aktivieren, das wäre ohne Inflation möglich, sondern er muss Ressourcen über eine bessere Entlohnung von anderen Verwendung abziehen, was dann zur Inflation führt.

Er zieht jetzt nicht, was man heute tun würde, die ganze dicke Keule, redet also nicht davon, dass die EZB Geld in beliebiger Menge drucken kann. 

Er nennt andere Beispiele, wo ebenfalls Kaufkraft durch den Geldmarkt geschöpft wird. 

Der Trick mit der EZB oder einer anderen Zentralbank hätte zu seiner Zeit, also in den Zeiten des Goldstandards, nicht funktioniert. Beim Goldstandard ist Geld zwar nicht direkt durch Gold gedeckt, siehe Geldtheorie bei Ricardo (dort auch nochmal eine ähnliche Diskussion wie hier, dort aber geführt zwischen Adam Smith und Ricardo), aber Geld konnte in Gold umgetauscht werden. 

Erwarten die Leute, dass der Wert des Geldes verfällt, werden sie in irgendetwas umtauschen, was aus natürlichen Gründen knapp ist, also seinen Wert nicht verlieren kann, zum Beispiel Gold. Dadurch, dass sie aber Geld in Gold umtauschen, verringern sie die Geldmenge, so dass die Inflation gestoppt wird.

Die "ungedeckte" Banknote ist nun eine Banknote, die in Gold umgetauscht mehr Wert ist, als es ihrem nominalen Wert entspricht. 

In diesem Fall wäre sie also umgetauscht worden in Gold, was aber tatsächlich nicht geschah, weil die Deckungspflicht immer wieder ausgesetzt wurde. Diese Banknoten ohne Deckung unterschieden sich aber in nichts von denen mit Deckung. 

Da der Staat sie herausgab, konnte er die Allokation zu seinen Gunsten verändern. Auch der Wechsel ist durch nichts gedeckt. Er schafft zusätzlich Kaufkraft. Jemand zieht einen Wechsel und erhält dafür vom anderen irgendwelche Maschinen oder Leistungen, mit denen er seine neue Kombination, so nennt Schumpeter revolutionäre Änderungen, in der Allokation, durchsetzen kann. Solange alle darauf vertrauen, dass der Wechsel bei Fälligkeit eingelöst werden kann, hat er Geldfunktion.

Wenn es gut geht, kann er den Wechsel zu gegebener Zeit einlösen. Hier wird zusätzliche Kaufkraft geschaffen, angespart wurde da nix. 

Überzieht jemand sein Konto, wird Geld geschaffen. Über die Giralgeldschöpfung können Banken die Menge an Zahlungsmittel ausdehnen oder einschränken.

Falsch ist, mal abgesehen davon, dass der Vergleich hinkt, nur sein Bild mit den Molekülen. Die Ausdehnung der Geldmenge führt keineswegs unbedingt zu einer Inflation. In einer unterbeschäftigen Wirtschaft kann, wie Adam Smith und David Hume zutreffend feststellen, die Wirtschaft durch eine Vermehrung der Geldmenge auch wachsen.

Er beschreibt dann, etwas komplizierter ausgedrückt, den gleichen Zusammenhang, den wir schon im Kapitel Zahlungsbilanz dargestellt haben. Bei der Kreditaufnahme wird zusätzliches Geld geschöpft, bei der Rückzahlung wird es im selben Umfang wieder vernichtet. 

Man kann den geschilderten Vorgang als Kreditinflation bezeichnen. Aber er unterscheidet sich von jeder anderen Art von Kreditinflation, von der Kaufkraftbeschaffung für konsumtive Darlehen oder für Darlehen zur Durchführung von Geschäftsoperationen des Kreislaufs - denken wir z.B. an die Gewährung von Konsumtivkredit an den Staat - durch ein sehr wesentliches Moment. Auch in diesen Fällen tritt neue Kaufkraft neben die alte, steigen die Preise, erfolgt ein Güterentzug zugunsten des Kreditnehmers oder jener, an die dieser die geborgene Summen auszahlt. Damit bricht der Prozess ab: Die entzogenen Güter werden konsumiert, die geschaffene Zahlungsmittel bleiben in der Zirkulation, der Kredit muss immer wieder erneuert werden und die Preise sind dauernd gestiegen; es sei denn, dass das Darlehen aus dem normalen Einkommensstrom - Steuererhöhungen z.B. - abgezahlt wird: Das ist aber eine neue, besondere Operation (Deflation), die, in sattsam bekannten Kausalnexus abrollend, das andernfalls dauernd gestörte Geldwesen wieder saniert.

aus: Joseph Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Drittes Kapitel, Kredit und Kapital

Er unterscheidet also zwischen Krediten zu investiven Zwecken und Krediten zu konsumtiven Zwecken. 

Investitionen haben ja, so es funktioniert wie angedacht, einen Rückfluss an Zahlungsmitteln zur Folge, mit denen das Darlehen dann getilgt und die geschöpften Zahlungsmittel wieder vernichtet werden. Werden die Zahlungsmittel für konsumtive Mittel verwendet, dann erfolgt dieser Rückfluss an Zahlungsmittel natürlich nicht. Das Darlehen muss aus anderen Einkommensquellen getilgt werden. 

Als Beispiel für konsumtive Ausgaben nennt er dann das prominenteste Beispiel, das allen vor Augen steht, konsumtive Staatsausgaben. 

Diese können im Grunde nur, sieht man jetzt erstmal von keynesianischen Zusammenhängen ab, durch Steuererhöhungen getilgt werden. 

Fazit: Sparen spielt gesamtwirtschaftlich Null Rolle und noch weniger, was der Normalfall ist, in einer unterbeschäftigen Wirtschaft. Im Übrigen führt auch die Ausdehnung der potentiellen Zahlungsmittel nur dann zu einer Inflation, wenn das Geld auch tatsächlich irgendjemand bei der Bank abholt. Wir erleben heute, wir schreiben immer noch das Jahre 2012, eine ungeheure Ausdehnung der Geldmenge ohne ungewöhnliche inflationäre Tendenzen. Das zusätzliche Geld versackt an der Börse.

Das Problem der Sparer ist im Übrigen auch nicht, dass durch die Inflation Geldvermögen vernichtet wird, wie vielfach behauptet, also eine nominale Geldsumme real immer weniger Wert ist. Das Problem der Sparer ist, genau genommen der Kapitalsammelstellen, dass das Ersparte schlicht keiner braucht, weil üppig Geld zur Verfügung steht. 

Und wir sehen noch ein Problem der akademischen Volkswirtschaftlehre. Mehr als jede andere Wissenschaft beschäftigt sie sich nicht direkt mit ihrem Forschungsobjekt, sondern mit Theorien und da sind manchmal falsche Theorien "fruchtbarer" als richtige, es gibt dann mehr zu korrigieren, wobei aber, wie man am Beispiel Sparen sieht, eigentlich keinerlei Erkenntnisfortschritt eintritt. 

Zusammenfassend: Als brachial neue Einsicht stellt sich Schumpeter nur für Ökonomen dar. Dem Rest der Menschheit ist schon aufgefallen, dass es immer mal wieder neue Produkte und neue Produktionsverfahren gibt. 

Dem ökonomischen Laien ist auch schon aufgefallen, dass auch Diskussionen über Marktgleichgewichte auf dem Arbeitsmarkt völliger Unsinn sind. 

Dass ein Arbeitsmarkt ohne staatliche Intervention ausgeglichen ist, wenn der Staat mit Hilfe polizeilicher und militärischer Gewalt für die öffentliche Sicherheit sorgt, ist vollkommen klar und so ein Markt wird ja von Ricardo auch treffend beschrieben.

Spätestens auf dem Lohnniveau, das gerade noch existenzsichernd ist, ist er ausgeglichen, denn die Arbeitslosen verhungern ja dann und Tote sind nun mal nicht arbeitslos. 

Uns interessiert also nicht die Frage, ob ein Lohn ein Gleichgewichtspreis ist, uns interessiert die Höhe dieses Lohnes. 

Von daher ist auch das neoklassische Gleichgewichtsmodell, nicht das von Walras (das ist auch Banane, aber aus anderen Gründen), sondern mit separatem Arbeitsmarkt, wie es sich in manchen Lehrbüchern findet, ziemlich Banane. 

Zum einen ist ein aggregierter Arbeitsmarkt völlig sinnlos, weil in Teilbereichen Löhne nach Maßgabe Lohn = Grenzertrag zu sehr hohen Löhnen führt in anderen Bereichen, nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret im Hier und Jetzt, zu gerade noch existenzsichernden bzw. darunter liegenden Löhnen führt, die dann aufgestockt werden müssen. 

Aggregierte Größen besagen schlicht gar nichts, sind analytisch wertlos, geben keinerlei Anhaltspunkte für konkrete Maßnahmen und sind theoretisch Dünnsinn. 

Im Übrigen ist diese Art der Analyse eine Sicht, die sich eklektisch bestimmter Theorieelemente der Neoklassik, genauer gesagt von Autoren, die der Neoklassik zugerechnet werden, bedient. 

Ein Modell mit einem simultanen Gleichgewicht auf dem Güter-, Kapital- und Arbeitsmarkt hat die "Neoklassik" nie vorgelegt. 

Der Einbau des Saysches Gesetzes in die "neoklassische" Analyse ist sinnlos, etwas was einem bei der Lektüre Schumpeters, der diesen Aspekt zwar nicht expressis Verbis diskutiert, aber andeutet, auffällt. 

In einer statischen Wirtschaft, also in der Welt von Vilfredo Pareto und Léon Walras, die sich lediglich jahrein- jahraus reproduziert, besteht weder ein Bedarf an sparen noch an investieren. 

Die Abnutzung der Anlagen wird aus den Abschreibungen finanziert, dafür muss niemand sparen. Abschreibungen sind Aufwand ohne Auszahlung. Zu Deutsch: Es kommt zu einem Zufluss an liquiden Mitteln.

Da aber niemand, in einer stationären Wirtschaft, zusätzlich investieren will, macht es auch wenig Sinn, dass irgendjemand spart.

Es ist von daher völlig sinnlos, die Sparfunktion mit neoklassischen Modellen zu verknüpfen, weil es in der Welt der Neoklassik eine Unterkonsumtion schlicht nicht gibt, da ja niemand investieren, also die Produktionskapazitäten ändern bzw. ausdehnen will, folglich auch keine Verwendung für Sparen besteht. 

Damit ist auch unklar, was man unter einer neoklassischen Wachstumstheorie überhaupt verstehen soll. Der Begriff ist nur sinnvoll, wenn man davon ausgeht, dass die Neoklassik ein in sich konsistentes und homogenes Theoriegebäude ist, was sie, wenn wir von Theorien der Autoren ausgehen, die der Neoklassik zugerechnet werden nicht ist, und hierbei bestimmte Aussagen als maßgeblich definieren und akzeptieren. Allerdings scheitert dieser Ansatz schon in einem frühen Stadium, da der Begriff Kapital in der Neoklassik diffus definiert ist und eigentlich gar nicht. Ist aber Kapital schlicht Geld, was es in der Klassik / Neoklassik ist, denn es wird als liquide vorgestellt, andernfalls kann es nicht beliebig investiv verwendet werden, dann braucht man es nicht zu akkumulieren, wie die "neoklassische" Wachstumstheorie, was immer das sein mag, unterstellt, dann druckt man es einfach.

Die neoklassische Wachstumstheorie hat denselben Knoten im Hirn wie der Marxismus. Marx will auch immer akkumulieren, was für moderne Volkswirtschaften echt schlecht wäre. Moderne Volkswirtschaften sind darauf angewiesen, dass strukturelle Anpassungen schnell durchgeführt werden können. Das würde aber nicht funktionieren, wenn das akkumulierte Kapital in absterbenden Branchen die Voraussetzung für den Aufbau neuer Branchen wäre, denn mit den Schornsteinen, die im Ruhrgebiet abgerissen werden, kann SAP keine Software schreiben. Das Spiel mit der Umstrukturierung kann nur funktionieren, wenn SAP GELD bekommt, sich also aus Kreditschöpfung vorfinanzieren kann. Umstrukturierung in der Wirtschaft bedeutet, dass auf der einen Seite Kapital, im Sinne von Anlagen und Maschinen, vernichtet wird und auf der anderen Seite Kapital qua Kreditschöpfung geschaffen wird. Würde die Finanzierung von Schrott abhängen, wäre der Strukturwandel objektiv schwierig.

Die Volkswirtschaftslehre täte gut daran, die Begriffe mal eindeutig zu klären, bevor man sie in mathematischen Modellen verbaut oder sonstwie verwendet. Diskutieren kann man nur, wenn klar ist was man unter Kapital, Geld, Sparen, Akkumulieren, Investieren, Klassik, Neoklassik, Kapitalismus, Neoliberalimus etc. etc. genau versteht. Wir hoffen es ist uns im Verlaufe dieser Gesamtdarstellung gelungen, die Begrifflichkeiten einigermaßen scharf zu definieren.

Das Tohuwabohu setzt schon früh ein. Jean Baptiste Say verwendet im selben Abschnitt Sparen und Akkumulieren quasi als Synonyme. Adam Smith schafft es im selben Satz von Kapital und Geld zu sprechen. Alles sich daraus ergebenden Fehler, hat die Neoklassik übernommen. Der Kapitalmarkt der Klassik / Neoklassik ist eigentlich ein GELDMARKT und Keynes bezeichnet das Ding dann auch richtig mit Geldmarkt. Für Investitionen braucht man GELD, kein Kapital. Wo das Geld herkommt, kann zumindest dem Investor ziemlich egal sein. Ob es nicht konsumierte Einnahmen aus der Vergangenheit sind oder frisch aus der Druckerpresse der Zentralbank kommt, ist dem Investor völlig egal.

Admitio ad plebem: Bevor die dozierende Ökokaste irgendwelche Paramenter in ihre Modelle einbaut, wie z.B. Kapital, sollte sie sich erstmal Klarheit darüber verschaffen, was das überhaupt ist.

Bei Schumpeter, auch er beschreibt nochmals ein stationären Gleichgewicht, taucht der Begriff Sparen im ersten Kapitel, "Der Kreislauf der Wirtschaft durch gegebene Verhältnisse", schlicht nicht auf. 

Schumpeter erkennt auch goldrichtig, dass Sparen, gesamtwirtschaftlich, keine Voraussetzungen für Investitionen sind, das Thema hatten wir bereits x Mal, siehe sparen.

Fragen kann man sich aber, ob dies nicht auch schon die "Klassiker", bei Gruppierungen wären wir eher vorsichtig, schon erkannt haben, siehe Zins und Zahlungsbilanz, vor allem die Bemerkungen zu David Hume. 

Zwar folgt Adam Smith weitgehend der fixen Idee von der Kapitalakkumulation, überträgt also die Logik des einzelwirtschaftlichen Handelns auf die Gesamtwirtschaft, es gibt aber immer wieder Nebenbemerkungen, wo er zu erkennen gibt, dass er "intuitiv" eigentlich schon auf der richtigen Spur war. 

Es mag didaktisch komfortabel sein, Gruppen wie Klassik, Neoklassik, Keynesianismus, Monetarismus etc. zu bilden, also unterschiedliche Autoren anhand bestimmter Aussagen, die diese unter Umständen in dieser Eindeutigkeit gar nicht getroffen haben, zu gruppieren.

Richtig ist das aber nicht. Wie "neu" die Aussagen Schumpeters tatsächlich sind, lässt sich nur ermessen, wenn man auch die nur halb ausformulierten Aussagen der "Klassiker" bzw. "Neoklassiker", insbesondere die von Adam Smith und Alfred Marshall, in Betracht zieht. 

Dass Volkswirtschaften nicht in einem statischen Zustand verharren ist weder neu, noch eine besonders erstaunliche Aussage, und dass es letztlich Menschen sind, die den technischen Fortschritt vorantreiben, neue Produkte schaffen, neue Märkte erschließen etc. ist ebenfalls weder neu noch erstaunlich. 

Nur wer allzu lange Léon Walras und Vilfredo Pareto gelesen hat, kapiert das nicht, für den Rest der Menschheit ist es eine Binse. 

Wenn wir uns also hier intensiver mit Joseph Schumpeter beschäftigen, dann liegt das nicht daran, dass er "revolutionär" Neuartiges behauptet, im Kern sind es Binsen. 

Auch die berühmte "schöpferische Zerstörung", ein Begriff, der im Übrigen gar nicht von ihm stammt, wie immer vermutet wird, ist nichts Neues. 

Dass es immer wieder Innovationen gab, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens durchdrungen haben, ist nicht neu. 

Vermutlich wird das Phänomen des überragenden Unternehmers von der Masse der Menschheit sogar überschätzt. Es besteht eine gewissen Tendenz, charismatische Persönlichkeiten, die schöpferisch zerstören, also Produktionsprozesse radikal ändern, wie Bill Gates, Steve Jobs, Larry Page etc. zu überschätzen. 

Diese werden berühmt, weil sie sagenhaft viel Geld verdienen, schöpferisch zerstört haben aber andere, die die technischen Grundlagen geschaffen haben. 

Zwar referiert Schumpeter, dass der "Führer" eben gerade nicht derjenige ist, der die technischen Grundlagen der Innovation geschaffen hat, sondern nur derjenige, der sie durchsetzt, aber was will er uns damit sagen? Wenn er um seinen "Führer" herum eine ganze Konjunkturtheorie bastelt, dann kann er wohl kaum die technische Innovation, die der Führer durchsetzt, vernachlässigen. Was wäre google ohne das TCP / IP Protokoll?

Des Weitern kann man sich auch darüber streiten, ob es tatsächlich die ins Auge fallenden Innovationen sind, die das Wirtschaftswachstum vorantreiben. Rein quantitativ betrachtet wächst das Wirtschaftswachstum stetig mit einem gewissen Prozentsatz. 

Im Übrigen sind auch seine Vorstellungen über den "Führer" naiv. Ausschlaggebend für die wirtschaftliche Entwicklung ist die Leistungsfähigkeit der Gesamtgesellschaft. Schon aus dem schlichten Grund, weil diese das Geld erwirtschaftet, das für Forschung und Entwicklung zur Verfügung steht. 

Es sind also nicht die Thesen an sich, weshalb wir uns mit Joseph Schumpeter befassen. Wir befassen uns mit ihm, weil es a) ein interessanter Sachverhalt ist, dass er beharrlich ignoriert wird. Die akademische Volkswirtschaft klebt in der Lehre immer noch an statischen Gleichgewichten und analysiert diese irrelevanten Zustände bis zum Abwinken. Das mag auch daran liegen, dass sich dynamische Wirtschaften, also die eigentlich relevanten, der mathematischen Modellierung entziehen. Man beschäftigt sich also nicht mit Relevantem, sondern mit dem, was sich vermeintlich irgendwie mathematisch modellieren lässt. Die Methode ist dann kein Instrument, sondern das Ziel der Forschung. b) Neben unendlich langatmigen Ausführungen finden wir dann ab und an ein paar interessante Sätze. Mit diesen kann man sich dann beschäftigen. 

nach oben ...

Infos und Anmerkungen:

ES        DE

Behutsamer Abschied von der statischen Wirtschaft

Marktgleichgewichte sind ein Prozess aus Trial and Error.

Der Markt lenkt das Verhalten der Akteure zwar systemisch, aber nicht in der Art, dass man von Gesetzen im Sinne von Naturgesetzen sprechen kann. Märkte sind immer ein Spannungsfeld zwischen objektiven Signalen und menschlichen Entscheidungen.

Die Kreditschöpfung qua Geldschöpfung erkennt er zwar, kann sich aber, da er von Vollbeschäftigung ausgeht, nur eine Reallokation der Ressourcen vorstellen, aber keine Aktivierung unterbeschäftigter Ressourcen.

infos24 GmbH